Mit 1.1.2016 trat die Registrierkassenpflicht in Kraft. Der Unmut war nicht nur bei den Unternehmern groß. Der Druck auf die Regierung wurde immer größer und schlussendlich – zu groß!

Speziell gemeinnützige Vereine und Vorfeldorganisationen von Parteien zogen gegen die Registrierkassenpflicht bei Festveranstaltungen zu Felde. Daher hat der Ministerrat hat am 21.6.2016 einige Erleichterungen zur Registrierkassenpflicht, vor allem für gemeinnützigen Vereine, Vereinsfeste und im Zusammenhang mit Umsätzen im Freien beschlossen.

Lesen sie hier die wichtigsten Eckpunkte:
• Verschieben des Inkrafttretens für die verpflichtende technische Sicherheitseinrichtung von Registrierkassen von 1.1.2017 auf 1.4.2017
• Vereinsfeste und Feste von Körperschaften öffentlichen Rechts sollen bis zu einem Ausmaß von 72 Stunden im Jahr (bisher 48 Stunden) von der Registrierkassenpflicht ausgenommen werden.
• Diese Erleichterung soll auch für Feste von politischen Parteien gelten, allerdings eingeschränkt auf ein ortsübliches Ausmaß (Jahresumsatz bis € 15.000).
• Für kleine Vereinskantinen entfällt die Registrierkassenpflicht, wenn die Kantine maximal 52 Tage pro Jahr geöffnet ist und einen Umsatz von maximal € 30.000 erzielt.
• Erzielen Unternehmen einen Teil ihrer Umsätze außerhalb von festen Räumlichkeiten, sollen diese Umsätze – losgelöst vom Gesamtumsatz – von der Registrierkassenpflicht ausgenommen
werden, wenn sie € 30.000 nicht überschreiten (Kalte-Hände Regelung).
• Für Kreditinstitute soll die Registrierkassenpflicht entfallen.
• Keine Registrierkassenpflicht soll es für Alm-, Berg-, Schi- und Schutzhütten geben, wenn die Umsätze € 30.000 nicht überschreiten.
• Bei kleinen Vereinsfesten soll eine Zusammenarbeit zwischen Gastronomie und gemeinnützigen Vereinen möglich sein, ohne dass die steuerlichen Begünstigungen für den Verein verloren
gehen.
• Für kurzfristig unentgeltlich aushelfende Familienangehörige soll künftig grundsätzlich gelten, dass es sich nicht um ein Arbeitsverhältnis sondern um „familienhafte Mithilfe“ handelt.

Die Änderungen lösen nicht überall Begeisterungsstürme aus – vor allem nicht bei jenen Unternehmern die bereits eine Registrierkasse erworben haben und diese jetzt vielleicht gar nicht mehr
benötigen würden. Wir sind überzeugt, dass dies nicht der letzte Akt in diesem Trauerspiel war – das dicke Ende kommt noch.
Wir werden darüber berichten!